September 15, 2008 von jazeja
Workshop
Porzellanmalerei für Kinder und Jugendliche
Seit dem Jahr 1992 biete ich für Schülerinnen und Schülern aller Altersklassen Workshops für Porzellanmalerei an.

In Teamarbeit werden die verschiedenen Arbeitsschritte besprochen und
durchgeführt:
Zieldefinition
Motivsuche,
Skizze,
Malen auf dem Porzellanobjekt
Vorbereitung auf das Brennen
Egal, ob die Schülerinnen und Schüler etwas für sich selber gestalten – eine persönliche Müslischale, ein Fruhstückhäferl , eine Kaffeetasse oder ob das Porzellankunstwerk für jemanden anderen gedacht ist – am Ende steht ein Erfolgserlebnis.
Die Porzellanmalerei ist ein faszinierendes Kunsthandwerk. Das Wissen um die Arbeitsabläufe weckt Respekt für das in der elterlichen oder großelterlichen Vitrine ausgestellte dekorierte Porzellangeschirr.
Der Beruf des Porzellanmalers gerät langsam in Vergessenheit. Die Workshops sollen dazu beitragen diesen ehrbaren Beruf der Jugend vorzustellen. Das Ziel ist aber erst dann erreicht, wenn die Kinder und Jugendlichen den Zauber der eigenen Kreativität spüren und Lust auf das eigene Schaffen bekommen.
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September 16, 2008 von jazeja
Claudius Innocentius du Paquier gelingt es auf abenteuerlichen Wegen, das streng geheim gehaltene Rezept zur Porzellanherstellung nach Wien zu bringen. Er erhält dafür von Kaiser Karl VI. das Spezialprivilegium, in Wien als einziger Porzellan zu erzeugen. So kam es, dass Europas zweite Porzellanmanufaktur (nach Meissen) in Wien gegründet wird.1744 kommt die Manufaktur unter Maria Theresia in kaiserlichen Besitz.
Unter den neuen Namen“ Wiener Porzellanmanufaktur Augarten“ wird die Tradition der ehemaligen kaiserlichen Manufaktur seit 1929 fortgesetzt und die Porzellankunst sowohl in der Erzeugung als auch in der Porzellanmalerei auf Künstlerisch höchstem Nivea gehalten.
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Die Porzellanmasse besteht aus den Rohstoffen Kaolin + Feldspat + Quarz.
Die Rohstoffe werden in Trommelmühlen fein gemahlen. Kaolin wird in Wasser ausgeschlämmt. Die groben Beimengungen werden ausgesiebt. Eisen wird durch Magnete entfernt. (Damit der Scherben keine dunklen Flecke bekommt.) Der gereinigte Schlamm wird in Filterpressen entwässert und anschließend in Masseschlagmaschinen gründlich durchgewalkt. Jetzt kann die Masse zum Formen des Porzellans verwendet.
Die Formgebung der Porzellanmasse kann durch Drehen (Töpferscheibe) oder durch Gießen der Porzellanmasse in Gipsformen erfolgen.

Eine wesentliche Voraussetzung eine Plastik zu reproduzieren sind Arbeitsformen aus denen die Teile ausgeformt werden können. Der Modelleur setzt die einzelnen Teile der Plastik mit stark verdünnter Masse nach dem Modell zusammen. Die Nahtstellen müssen entfernt werden. Nach dem Formen wird der Porzellanscherben bei einer Temperatur von 1000°C verglüht um seine Struktur zu festigen.
Jetzt wird der Gegenstand glasiert und bei 1350°C – 1400°C gebrannt. Die Glasur bildet einen glasartigen, durchsichtigen glänzenden Überzug. Die Brenntemperatur richtet sich nach der Zusammensetzung der Porzellanmasse. Das Porzellan ist somit fertig.
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April 19, 2008 von jazeja
Früher wurde von vielen Menschen behauptet, Gold herstellen zu können. Dazu zählte auch
Johann Friedrich Böttger. Dieser wurde vom Albertiner-Fürst August dem Starken in die Festung Königstein eingesperrt, um Gold herzustellen. Wenn ihm das nicht gelänge, sollte er exekutiert werden. Doch anstelle des Goldes soll ihm gemeinsam mit Ehrenfried Walther von Tschirnhaus die Herstellung des europäischen Porzellanes gelungen sein, welches seitdem auch als „Weißes“ Gold bekannt ist.
Nach ersten Erfolgen mit keramischen Experimenten gelang 1706 die Herstellung von Jaspisporzellan, einem ziegelroten Steinzeug, das später als Böttgerporzellan bekannt wurde. Zu dieser Zeit wurde die erste Anlage zur fabrikmäßigen Herstellung dieser Art Keramik in Dresden errichtet. Böttger forschte in Meißen weiter und stellte nun endgültig seine nach wie vor nebenher betriebene Goldforschung ein.
Mitte 1707 wurden die Versuche zur Porzellanherstellung in Dresden von Böttger und Tschirnhaus im neu errichteten Labor erneut aufgenommen. Durch die Anregungen von Ohain, Weiße Erde (Kaolin) zu verwenden, gelang Böttger mit Beihilfe von Tschirnhaus im Dezember 1707 erstmals, ein einfaches Gefäß aus Hartporzellan herzustellen. August der Starke trieb nach der Vorführung nun die Vervollkommung des Fertigungsverfahrens mit dem Ziel der fabrikmäßigen Herstellung schnell voran. Tschirnhaus starb während der abschließenden Arbeiten im Oktober 1708 und konnte so die Fertigstellung und Betriebsaufnahme der Porzellanmanufaktur Meißen nicht mehr miterleben. Nach seinem Tod übernahm Böttger die Leitung der Forschung und auch der Manufaktur, die 1710 ihre Arbeit aufnahm.
Am 19. April 1714 wurde Böttger aus der bis dahin andauernden Haft entlassen. Um das Geheimnis der Porzellanherstellung zu schützen, war er jedoch weiterhin an Sachsen gebunden. Er nahm seine Arbeiten zur Goldherstellung erneut auf und gewann August den Starken als Unterstützer. Am 13. März 1719 starb er an den Folgen seiner Experimente mit giftigen Substanzen in Dresden.
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